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Unterwasserfotografie – heute und morgen

Die fortschreitende Digitalisierung der Fotografie hat auch die Unterwasserfotografie völlig verändert. Die Mechanik tritt immer mehr in den Hintergrund, obwohl sie in bestimmten Feldern weiterhin unverzichtbar ist. Moderne Kameras, insbesondere die spiegellosen Systemkameras, verfügen immer häufiger über elektronische Verschlüsse, die mittlerweile Verschlusszeiten von 1/32 000 sec nicht nur problemlos sondern auch lautlos bewältigen. Noch halten die konventionellen Spiegelreflexkameras ihre Stellung, aber dem Trommelfeuer der Spiegellosen werden sie nicht mehr lange standhalten können. Wie auch? Das Konzept ist ausgereizt, bahnbrechende Innovationen kaum mehr vorstellbar. Doch UW-Fotografen denken mehrheitlich nicht nur konservativ, sie handeln auch so. Deshalb wird es auch in Zukunft UW-Gehäuse für SLRs geben. Allerdings weniger als bisher.

Bringen es die spiegellosen Systemkameras?

Der Weg ist frei für die spiegellosen Systemkameras, von denen es, dank Sony, inzwischen auch solche mit Vollformalt-Bildsensor gibt. Weil hier kein Spiegelschlag erforderlich ist, sind mit diesen Kameras inklusive AF-Nachführung Bildfolgen möglich, die in dieser Form unvorstellbar waren. Selbst die Profi-Boliden von Canon und Nikon haben darauf keine Antwort parat. Nimmt man die ins Profilager zielenden CSCs (Compact System Cameras) von Olympus und Panasonic, dann fragt man sich wirklich, was UW-Fotografen an einer SLR so faszinierend finden? Vielleicht ist es der optische Sucher, der bei Schwenks keine Verzögerung erkennen lässt. Oder der Spiegelschlag, der unmissverständlich anzeigt, dass ein Bild im Kasten ist.

Mehr von Herbert Frei

Generation ActionCam

Was ist mit der Gruppe der Actioncams? Hier hat GoPro einen Trend gesetzt, der sich in den letzten Jahren zum Hype entwickelt hat. Andere haben nachgezogen und preiswertere Geräte auf den Markt gebracht. Zwischenzeitlich gibt es mehr Angebote von Actioncams, als sich der Laie vorstellen kann. Die Blase hat sich aber, trotz technischer Finessen in den Geräten, etwas abgekühlt. GoPros sind zwar inzwischen weitgehend  Teil des normalen Fotografenalltags. UW-Foto - und Videografen mussten aber erkennen, dass sich beim Betrachten der Bilder und Streams auf den winzigen Actioncams-Monitoren die Hoffnung auf eine vernünftige Bildgestaltung schneller verliert als die Luft aus einem löchrigen Fahrradreifen. Auch die zirkusreifen Aktionen, bei denen Actioncams auf dem Kopf, am Arm oder einen Meter weit entfernt an einem Pole-Stick befestigt sind, haben sich als Treppenwitze geoutet. 

4K-Auflösungen, denn viel hilft viel

Der große Renner bei fast allen Kameras ist 4K. Was heißt das? Wenn in 4K gedreht wird, hat ein Bild der Szene eine Auflösung von 8 Megapixel. Was also läge näher, als aus dem Stream ein Bild zu extrahieren? Die Dateigröße würde sogar für den Druck eines Bildes in DIN A4 ausreichen. Zudem — beim Videografieren kann man nicht blitzen. Man muss also starke LED-Leuchten mitnehmen. Im Prinzip funktioniert das recht gut, aber man muss bedenken, dass 4K-Fahrten in Kameras oftmals nur mit 24B/s (Bildern pro Sekunde) ablaufen. Das ist die Grenze, bei der Bewegungen ruckelfrei dargestellt werden können. UW-Fotografen sollten deshalb auf 4K mit 30 B/s achten. Ideal wäre eine 4K mit 50B/s. Und wer die 4K-Videos zuhause bearbeiten und schneiden will, benötigt einen schnellen PC und ein spezielles Programm. Übrigens: Manche Kameras beschneiden bei 4K das Bild so, dass nur noch ein kleiner Bildwinkel übrig bleibt. Weitwinkelige Szenen können so nicht festgehalten werden.

Ich hab doch schon ein Smartphone, das reicht doch, oder?

Kann man mit einem Smartphone unter Wasser glücklich werden? Das schon, wenn man keine großen Ansprüche stellt, und einem das Schicksal des Handys egal ist. Denn wenn der Tag X anbricht und Salzwasser das Smartphone umspült, weil das UW-Gehäuse Wasser gezogen hat, verliert mancher sein das halbes Leben. Telefon-Nummern, Adressen, Bilder, Apps und Mails – alles weg. Wer sich damit unter Wasser begibt, sollte ein altes, ausrangiertes Smartphone benutzen. Die Bild-Qualität selbst neuer Modelle entspricht höchstens der einer mittelprächtigen Kompaktkamera. Einfluss nehmen auf Blende, Verschlusszeit, ISO-Zahl und Blitz kann man nur, wenn das UW-Gehäuse über eine Remote-Steuerung verfügt, mit der man mittels einer speziellen App das Smartphone von außen steuern kann. Diese UW-Gehäuse sind aber richtig teuer. Kurz, die Handyfotografie konnte unter Wasser bislang keine großen Erfolge verbuchen. 

Der Geheimtipp für Einsteiger

Kommen wir zu den Kompaktkameras, die eine ambivalente Entwicklung hingelegt haben. Einerseits sterben einfache Kompaktkameras aus – nicht zuletzt wegen der Smartphones. Andererseits sind die Premium-Kompakten so gut geworden, dass sie sich durchaus mit einfachen Systemkameras messen können. Vor allem sind sie auch mit UW-Gehäuse klein und leicht. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei Flugreisen. Als neue Gruppe in der UW-Fotografie haben sich wasserdichte Outdoor-Kompaktkameras durchgesetzt. Damit können eventuelle Probleme mit Leckagen am UW-Gehäuse ad acta gelegt werden. Das, so wird vermutet, könnte ein breiter Pfad in der UW-Fotografie werden. Denn nach wie vor ist für Einsteiger die Robustheit der Kompaktkamera eines der besten Verkaufsargumente.

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